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Rudolf Buchheim (1820-1879) ist der Begründer der experimentellen Pharmakologie. Er wurde im Alter von 47 Jahren zum ordentlichen Professor für Pharmakologie und Toxikologie in Gießen ernannt. Buchheim führte den Tierversuch ein und begann die Mechanismen von Arzneimittelwirkungen zu erforschen. Dadurch stellte er die bis dahin von Erfahrungsmedizin, Überlieferung und Mythen beherrschte Arzneimittellehre auf eine naturwissenschaftliche Grundlage. Er hat damit die Pharmakologie zu einer neuen, eigenständigen Fachrichtung der Medizin gemacht, angesiedelt zwischen der Physiologie und der ebenfalls neu geschaffenen, experimentellen Pathologie. Man kann daher zu Recht Buchheim als ersten "echten" Pharmakologen bezeichnen.
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