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Grußwort
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Grußworte
des Präsidenten der DGA und DGRM und des
Tagungspräsidenten Liebe Kolleginnen und Kollegen, 2003 wird ein bedeutsames Jahr für alle an der Reproduktionsmedizin interessierten Fachgruppen und betroffene Patienten. Berufspolitisch relevante Bestrebungen werden endlich realisiert; Visionen früherer Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) werden in einer ganz anderen als ursprünglich vorgesehenen Weise umgesetzt; die gesundheitspolitischen Veränderungen erfordern gemeinsame Stellungnahmen der Fachgesellschaften und fördern somit den Dialog sowie die Besinnung auf gemeinsame Interessen und Ziele. Die wichtigsten Meilensteine des Jahres 2003: |
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Zustimmung
des Bundesärztetages zur führungsberechtigten
Zusatzqualifikation Andrologie für Dermatologen, internistische Endokrinologen und Urologen; |
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Bestrebungen
zur Bildung eines Dachverbandes Reproduktionsbiologie
und medizin (DVR); |
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Diskussionen
zum Gesundheitssystemmodernisierungsgesetzes mit
geplanter Streichung der Maßnahmen der künstlichen Befruchtung aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. |
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Warum
werden diese drei voneinander scheinbar unabhängigen Vorgänge
die
Einheit der in der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin vertretenen Fachgruppen beeinflussen? Mit der Verwirklichung einer führungsberechtigten Zusatzqualifikation Andrologie und viel wichtiger der gleichzeitigen Festlegung der dafür notwendigen Ausbildungszeiten und Voraussetzungen stehen den reproduktionsmedizinischen Gynäkologen demnächst kompetente und ausgewiesene andrologische Partner zur Seite. Damit werden die Bedürfnisse und Forderungen reproduktionsmedizinischer Zentren nach andrologischer Kooperation befriedigt und die Richtlinien für die Betreuung des kinderlosen Paares bei der assistierten Reproduktion besser umsetzbar sein. Die formelle Aufwertung der andrologischen Qualifikation muss sich aber auch in einem ständigen Prozess beweisen. Hierzu ist die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) gewappnet; ihre Bemühungen um Qualitätssicherung finden immer weiteren Zuspruch, wie das Qualitätskontrollprogramm für die Spermatologie (QuaDeGA) beweist. Während einzelne Fachgesellschaften wie in diesem Fall die DGA innerhalb der Reproduktionsmedizin sicher gestärkt werden, hat sich 2003 der Gedanke gefestigt, dass eine gemeinsame Vertretung der Interessen nach außen notwendig wird. DGRM und DGA waren schon früh an der Entwicklung der Idee eines Dachverbandes aller an der Reproduktionsmedizin beteiligten Fachgruppen interessiert und sind Prof. Franz Geisthövel dafür dankbar, dass er diesen Gedanken in die Realität umsetzt. Genau dieses Ziel verfolgte nämlich der letzte Präsident der damaligen Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität, W. Engel, als er die Namensänderung in Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin initiierte und damit eine übergreifende Gesellschaft für alle an der Reproduktionsmedizin Interessierte schaffen wollte. Dieser hohe Anspruch konnte aber das muss selbstkritisch vermerkt werden - nicht gemäß den Vorstellungen des damaligen Vorstandes realisiert werden. Zu groß war und ist die Furcht vor Identitätsverlust von Fachgesellschaften; die Zeit war offensichtlich noch nicht reif für eine übergreifende Struktur. Sicher hat der Weg der Zusammenführung in Form einer Gesellschaft somit fachspezifische Notwendigkeiten und die Heterogenität der Reproduktionsmedizin unterschätzt. Dennoch wird der Gedanke der Interdisziplinarität nicht zuletzt durch die DGRM nun in den hoffentlich bald entstehenden Dachverband mit hineingetragen. Dass verschiedene Gesellschaften durchaus gemeinsam agieren können, zeigt die gemeinsame Stellungnahme unter Federführung des BRZ zur geplanten Streichung reproduktionsmedizinischer Leistungen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen. Das Jahr 2003 gibt somit berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass es mehr durch Gemeinsamkeit als Abgrenzung der reproduktionsmedizinisch ausgerichteten Fachgesellschaften, Arbeitskreise und Sektionen geprägt sein wird. In diese Grundstimmung passt auch die gemeinsame Jahrestagung von DGRM und DGA vom 11.9.-13.9.2003 in München, mit der die DGRM erneut eine Vorreiterrolle in dem Bestreben nach mehr Gemeinsamkeit eingenommen hat. Die Tagung, bei der auch viele andere Fachgruppen in die Programmplanung eingebunden waren, wird zeigen, dass Interdisziplinarität ohne Verlust von Identität möglich ist und dennoch nicht ausschließt, dass zusammenwächst, was zusammengehört. Die Vorstände von DGA und DGRM wünschen in diesem Sinne allen Teilnehmern der Gemeinschaftstagung einen informativen und anregenden Verlauf der Veranstaltung und hoffen auf einen regen Austausch von Gedanken und Meinungen. |
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Prof.
Dr. med.
E. Nieschlag Präsident der DGA Präsident der DGRM |
Priv.-Doz.
Dr. med.
F.-M. Köhn Tagungspräsident DGRM/DGA 2003 |